Molkerei Gropper unterläuft Tarifverträge - Wir halten dagegen!

Trotz stürmischem Wetter war Einiges los vor den Werkstoren der Molkerei Gropper am 26. Juli zwischen 13 und 15 Uhr. Kolleginnen und Kollegen aus der bayerischen Milchindustrie, anderen NGG-Branchen, aber auch von den Schwestergewerkschaften IG Metall und IG BCE versammelten sich, um gemeinsam Flagge zu zeigen gegen das Unterlaufen des Flächentarifvertrages zur Arbeitszeitflexibilisierung in der bayerischen Milchwirtschaft.

Hintergrund war eine Betriebsvereinbarung zwischen der Molkerei Gropper und dem Betriebsrat des Unternehmens. Diese stellt die Mitarbeiterinnen der Molkerei schlechter, als es der Tarifvertrag vorsieht. Laut diesem wird der anfallende Überstundenzuschlag auf wöchentlicher Basis abgerechnet. In der Betriebsvereinbarung wird dieser Zeitraum aber auf ein halbes Jahr festgesetzt, was die Kolleginnen bares Geld kostet. Es werden außerdem zwei, statt des tariflich möglichen Einen Arbeitszeitkontos geführt.

Zudem verwendete die Geschäftsleitung in den Verhandlungen Mittel, die mit sozialpartnerschaftlicher Zusammenarbeit nichts mehr zu tun haben. So wurde zum Beispiel eine Befragung der Mitarbeiterinnen zur Position des Betriebsrates in der Sache von der Geschäftsleitung gestartet. Auch Mitarbeiterversammlungen und Aushänge seitens der Geschäftsleitung sollten Druck auf die Betriebsräte ausüben.

Gerade deshalb war es so wichtig, vor den Toren des Unternehmens Solidarität zu zeigen! Die Gewerkschaften des DGB lassen ihre Betriebsräte nicht im Stich!