Tariferfolg für 8.000 Beschäftigte

Glatte 100 Euro mehr - für alle! Und nächstes Jahr weitere 2,5 % mehr Lohn!

In der zweiten Tarifverhandlung für die 8.000 Beschäftigten der bayerische Nährmittelindustrie in Bayern gelang der Durchbruch. Eine einheitliche Lohnerhöhung von 100 Euro, quer durch alle Lohngruppen! Johannes Specht (NGG): "Unsere Forderung nach einem Festbetrag, von dem alle gleichviel profitieren, hatte eine große Unterstützung bei unseren Mitgliedern und vielen Beschäftigten. Darum sind wir an dem Punkt in den Verhandlungen hart geblieben. Mit Erfolg: 100 Euro mehr für alle, ab August diesen Jahres, das ist eine gute Lohnerhöhung." Auszubildende bekommen ab August 50 Euro mehr. 100 Euro mehr entspricht in der FacharbeiterInnengruppe einer Lohnsteigerung von 3,8 %. 

Abgeschlossen wurde ein Zwei-Jahres-Vertrag, ab August 2019 gibt es dann 2,5 % mehr auf alle Entgelte und die Ausbildungsvergütungen.

Specht: "Der Schlüssel für den guten Abschluss war die Unterstützung, die wir von unseren Mitglieder in der Tarifrunde bekommen haben, mit vielen Aktionen in und vor den Betrieben und erfolgreichen Warnstreiks." 

Hier geht es zum Abschlussflugblatt

Aktionswoche für mehr Lohn!

Mit zwei Warnstreiks ist die NGG in die Aktionswoche Nährmittelindustrie gestartet.

Bei Mondelez in Douauwörth gingen 30, bei Alete in Weiding 150 Kolleginnen und Kollegen in den Streik!

Heute und in den kommenden Tagen folgen weitere Aktionen, vor und in den Betrieben, u.a. bei Bernbacher Nudeln (München), Raps, Log-Spice, Ireks, Lumen (alle Kulmbach), bei Medin (Faulbach), Nutrichem (Roth), Hipp (Pfaffenhofen) und Wela (Trögnitz).

Warum das alles? Weil es in der ersten Verhandlung am 15. Juni kein Angebot und kein Entgegenkommen der Arbeitgeberseite gab. Wir fordern 160 Euro mehr für alle, 80 Euro für die Auszubildenden. Am Freitag, 13.7., geht es in die zweite Verhandlung. Wenn es da immer noch keinen Fortschritt gibt, stehen ausgeweitete Aktionen und Streiks an. Johannes Specht, Verhandlungsführer der NGG für die 8.000 Beschäftigten der Branche: "Wir  sind sehr erfreut über den bisherigen verlauf unserer Aktionswoche: Wir erfahren viel Rückhalt bei den Kolleginnen und Kollegen. Das ist ein Warnschuss an die Arbeitgeberseite. Sollte es am Freitag keine Bewegung in den Verhandlungen geben, dann gibt es Bewegungen in den Betrieben. Und das heißt: ausgeweitete Streiks."

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