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Schwarzer Freitag für Nordsee und Deliveroo – Shame on you!

Die NGG Region München und attac München machen mobil gegen Union Busting. Es fand die Protestaktion "Deliveroo, shame on you!" in der Münchner Innenstadt vom Verein aktion ./. arbeitsunrecht e. V. zum „Schwarzen Freitag“ statt. Diese Aktion richtete sich gegen Betriebsratsbehinderung, Scheinselbständigkeit, Lohndumping bei Deliveroo!

Im Herzen von München protestierten ca. 30 Aktive am Freitag, den 13.04.2018 gegen die Behinderung von Betriebsräten und gewerkschaftlichen Engagement. Unter anderem bekundete Susanne Ferschl (die Linke) vor Ort ihre Solidarität mit den Fahrerinnen und Fahrern von Deliveroo in Köln. Bei den Essenslieferanten wächst mit jedem Tag der Unmut über ihre eigenen Arbeitsbedingungen. In Köln hat sich bereits im letzten Jahr beim Konkurrenten Foodora mit Unterstützung der NGG Region Köln ein Betriebsrat gegründet. Als die Deliveroo-Fahrer in Köln sich an Foodora ein Beispiel nehmen wollten, ließ der Arbeitgeber innerhalb kürzester Zeit so viele Verträge auslaufen, dass von fast 200 Fahrerinnen und Fahrern zum Zeitpunkt der Betriebsratswahl nur noch 35 Fahrer angestellt waren. Durch die Hilfe der NGG vor Ort gründete sich am 16.02.2018 ein 5-Köpfiger Betriebsrat. Auf diese Weise Betriebsräte zu vermeiden oder raus zu drängen ist skandalös.

Das prangerten am Freitag alle Beteiligten an. Deutschlandweit in 10 Städten sowie in Amsterdam und Glasgow gab es Protestaktionen. Neben Deliveroo richtete sich der Protest auch gegen die Fischrestaurant-Kette Nordsee. Dort wurden langjährige Betriebsräte durch die Nordsee-Geschäftsführung im Zuge der Betriebsratswahlen zu leitenden Angestellten deklariert.